Ramie wird in Ost- und Südostasien, Russland und USA angebaut. Die Ramiefasern werden aus dem Bastteil des Stängels gewonnen, die nur 15% der Pflanze ausmachen. Sie werden nass versponnen und zeichnen sich durch eine sehr hohe Zugfestigkeit aus. Dichte und Absorptionsfähigkeit der groben Faser ähneln der vom Leinen. Ramie ergibt als reine Faser leichte, seidige Gewebe. Wegen ihrer geringen Widerstandsfähigkeit und Elastizität wird die Ramiefaser meist nur als Beimischung zu anderen Textilfasern verwendet. Bei Baumwollfasern erhöht es den Glanz und die Stärke, bei Wolle verhindert es das Schrumpfen.
Verwendet wird Ramie bei Haus und Tischwäsche, Riemen, Schlauchgeweben, Fallschirmstoffen, Bändern und Nähzwirnen.